Angesichts der Fahrzeugintelligenz: Was sind zukunftsweisende Layouts?Hersteller von SicherheitsgurtenUnternehmen?
Die Welle der Fahrzeugintelligenz definiert die Funktionalität und das Benutzererlebnis von Automobilen neu. Als Kernbestandteil der traditionellen passiven Sicherheit entwickelt sich der Sicherheitsgurt im Auto von einem einfachen mechanischen Rückhaltegerät zu einem intelligenten, integrierten und proaktiven Sicherheitsinteraktionsterminal. Führende Sicherheitsgurthersteller konzentrieren sich nicht mehr nur auf das „Straffen bei einem Unfall“. Stattdessen unternehmen sie eine Reihe zukunftsweisender Konzepte, die sich auf Wahrnehmung, Warnung, Interaktion und koordinierten Schutz konzentrieren.
Eine Kernrichtung dieses Layouts ist die tiefe Integration in die aktiven Sicherheits- und Warnsysteme des Fahrzeugs. Hersteller von Sicherheitsgurten entwickeln intelligente Sicherheitsgurte, die tief in die Umweltwahrnehmungssysteme des Fahrzeugs (Radar, Kameras) integriert sind. Wenn beispielsweise das AEB-System (Automatic Emergency Braking) oder das FCW-System (Forward Collision Warning) des Fahrzeugs eine Hochrisikosituation erkennt, kann der Sicherheitsgurt mithilfe eines reversiblen Gurtstraffers nicht nur sanft vorgespannt werden, um die Spannung zu beseitigen und den Insassen zu warnen, sondern fortschrittlichere Systeme können auch präventiv die Belastungsbegrenzungsschwelle und die Gurtstrafferstrategie basierend auf der vorhergesagten Kollisionsart und -schwere anpassen und so optimale Vorbereitungen für eine bevorstehende reale Kollision treffen. In zukünftigen autonomen Fahrszenarien der Stufe 3 und höher muss der Sicherheitsgurt in Verbindung mit dem Überwachungssystem in der Kabine zusammenarbeiten, um festzustellen, ob sich der Insasse in der richtigen Haltung befindet, um das Fahren zu übernehmen, und haptische (Vibration, Spannung) und akustische Warnungen bereitstellen.
Ein weiterer Bereich voller Potenzial ist die Integration von Gesundheits- und Statusüberwachungsfunktionen in den Sicherheitsgurt. Mithilfe flexibler Elektroniktechnologie und Mikrosensoren erforschen Sicherheitsgurthersteller die Integration von Vitalzeichen-Überwachungsmodulen in das Gurtband oder den Gurtschlossverschluss. Durch die unauffällige Erfassung physiologischer Signale wie der Herzfrequenz, der Atemfrequenz und der galvanischen Hautreaktion des Fahrers während des täglichen Gebrauchs können diese Signale für eine erweiterte Überwachung von Ermüdungserscheinungen beim Fahren verwendet werden und bieten möglicherweise eine bessere Genauigkeit und Zuverlässigkeit als kamerabasierte Lösungen. Darüber hinaus kann das System auch plötzliche Gesundheitsereignisse (z. B. Herzbeschwerden) überwachen und automatisch einen Notruf auslösen. Diese Technologie wird Sicherheitsgurte auch zu einem wichtigen Bestandteil der Sicherheitsüberwachung von Kinderinsassen machen, indem sie ihren Atemstatus überprüfen oder eine Warnung ausgeben, wenn sie im Fahrzeug zurückgelassen werden.
Um den durch das autonome Fahren verursachten Veränderungen des Innenraums und der Insassenhaltung Rechnung zu tragen, führen Sicherheitsgurthersteller auch Voruntersuchungen zu Konzeptprodukten durch. Im Zeitalter des völlig autonomen Fahrens müssen die Insassen möglicherweise ihre Sitze drehen, sich zurücklehnen oder sich sogar flach hinlegen, um sich auszuruhen. Herkömmliche Dreipunktgurte bieten keine wirksame Rückhaltefunktion mehr. Daher sind Vierpunkt-Sicherheitsgurte, integrierte Sicherheitsgurte, die sich synchron mit drehbaren Sitzen bewegen, und sogar „umschließende“ Rückhaltesysteme, die sich bei Bedarf wie ein Airbag von Sitzen oder Innenverkleidungen aus entfalten, zu Forschungs- und Entwicklungsthemen geworden. Diese Systeme erfordern ein extrem hohes Gleichgewicht zwischen Zuverlässigkeit und Komfort und können mit Sitzklimatisierungs- und Massagefunktionen integriert werden.
Darüber hinaus ist die Förderung der Produktentwicklung durch eine geschlossene Datenrückkopplungsschleife zu einem zentralen Schwerpunkt zukunftsweisender Layouts geworden. ZukunftsintelligentSicherheitsgurtekann ein Datenerfassungsknoten werden. Unter der Voraussetzung der Anonymisierung und der Einhaltung von Datenschutzbestimmungen können sie Daten aus realen (unfallfreien) Notbremsungen oder kleineren Kollisionen sammeln, wie z. B. Gurtbandkraft und Betätigungsstatus des Gurtstraffers. Diese große Menge realer Daten, die an Sicherheitsgurthersteller und OEMs zurückgemeldet werden, kann zur kontinuierlichen Optimierung von Algorithmen, zur Verbesserung von Simulationsmodellen und letztendlich zur Aktivierung von OTA-Funktionen (Over-The-Air) für Sicherheitssysteme verwendet werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Sicherheitsgurthersteller von „Hardwareherstellern“ zu „Anbietern intelligenter Sicherheitslösungen“ wandeln und ihre Produkte zu einem wichtigen Glied im „Lebenswahrnehmungs- und Wächternetzwerk“ zukünftiger intelligenter Fahrzeuge werden.